Grenzenloses Wandern in Reichenbach-Gengenbach

Die Wanderfreunde Reichenbach-Gengenbach luden am Sonntag zu ihrem 42. Int. Wandertag ein, 1053 Teilnehmer folgten dieser Einladung und die war wirklich Grenzenlos. Durch die Sommerliche Hitze kamen die ersten Wanderer bereits vor dem Startbeginn und wollten die morgendliche Frische auf der Strecke genießen. Vorsitzender Albert Huber und die Helfer hatten bedenken, ob bei dieser Hitze überhaupt die gewünschte Teilnehmerzahl den Weg nach Reichenbach findet.

Das Bild änderte sich Schlagartig als die ersten Busse ins Tal rollten und die Feuerwehr hatte nun wirklich große Probleme wohin mit all den Fahrzeugen. Die Kennzeichen verrieten, woher die Teilnehmer kamen: Aus dem benachbarten Elsass, aus der Schweiz und aus dem gesamten Bundesland Baden-Württemberg. Fünf Busse brachten eine große Anzahl an Teilnehmern und entlasteten damit die Parkplatzsituation rund um die Halle, denn diese parkten im Industriegebiet. Drei Strecken wurden angeboten, alle führten größtenteils durch den Wald, wofür die Wanderer sehr dankbar waren. Gleich an der ersten Kontrolle auf der Wolfslache trennten sich die Teilnehmer der kleinen 5 Km. Strecke und gingen zurück zur Halle, während die beiden großen Strecken zum Forstzentrum Mattenhof führten. Dort trennte sich die 10 Km. Strecke und diese führte Via Oberdorf zum Bergle und zur erlösenden Verpflegungsstelle am Pavillon am Abtsberg. Die größte Anstrengung hatten die Teilnehmer auf der 15 Km. Strecke, denn sie mussten über den Pfaffenbach zur Satteleck doch eine beträchtliche Steigung hinnehmen. Dort angekommen, konnten auch diese sich stärken und erfrischende Getränke zu sich nehmen. Viele waren enttäuscht, dass es keine 20 Km. Strecke gab, aber Waldarbeiten auf dem Pfaffenbacher Eck machten dies unmöglich. Über den Kammweg, vorbei an der Teufelskanzel mit einer tollen Aussicht in die Rheinebene erreichten sie den Pavillon und konnten dort gemeinsam mit der 10 Km. Strecke  Via Wolfslache zurück zur Halle Wandern. Die große Strecke über 15 Km. hatten 198 Teilnehmer durchwandert und waren voll des Lobes von der fantastischen Streckenführung. Dies war prozentual  sehr viel und keiner war mehr böse, dass es am Ende doch nur 15 Km. waren.

Da der Wandertag unter dem Schutz des Bund für Naturschutz stand, boten die Strecken den Teilnehmern viel Natur, Kunst, Stadt und Dammwild. Alles wurde auf der Strecke beschrieben, am Ende in der Halle konnten die Teilnehmer eine Karte die zu einer Verlosung führt an den BfN schicken. Als Service gibt der Verein diese an den DVV und dieser an den BfN weiter. Neben dem Sonderstempel des BfN gab es natürlich auch den IVV Wertungstempel, der für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet wurde. Am Ziel angekommen wurden die Teilnehmer musikalisch von Günther Killius und seinem Sohn unterhalten und bei diesen Klängen brodelte es nicht nur im Saal, sondern auch in der Küche. Die Hitze von draußen und die Hitze an den Kochgeräten ließ jede Menge Schweiß fließen, denn 1053 Teilnehmer wollten verköstigt werden. Einige hatten kein Verständnis dass sie warten mussten, aber mehr wir arbeiten konnten die Helfer auch nicht. Aber es gab ja im Tal auch noch die Möglichkeit, Gastronomische Betriebe zu besuchen wovon anscheinend auch Gebrauch gemacht wurde. Allerdings muss man auch dort mit einer Wartezeit von 30 Minuten rechnen. Was an diesem Tag fehlte, waren die Familien mit Kindern, wofür der Vorsitzende allerdings Verständnis hatte. Denn es war jetzt wirklich einmal ein Tag, wo sie sich im kühlen Nass der Freibäder austoben konnten. Denn Wandern ist doch anstrengender als Schwimmen! Seit Jahren gibt es in Reichenbach keine Gruppenpreise mehr, trotzdem war man Stolz über die großen Gruppen. Die größten waren: Kahlhausen/F (Lothringen) 55 Teilnehmer, Amerikanische WF Stuttgart 45, Berghaupten 40, Sitterswald (Saarland) 40, Elgersweier 37, Schramberg-Sulgen 33, Rechesy/F (Belfort) 32. Zusätzlich kam noch ein Kleinbus aus Ehingen/Donau mit 23 Teilnehmern sowie viele weitere Gruppen aus dem Elsass und aus dem Ländle. Gerade die Vereine, die zum ersten Mal in unserer Region waren, gefiel es so gut, dass sie sich noch zu einem Stadtbummel entschieden. Wenn auch unser Verein klein ist, so Huber, werden wir versuchen, alle anwesenden Vereinen mit einem Gegenbesuch zu danken. Huber bedankte sich bei allen Teilnehmern und natürlich auch bei allen Mitgliedern und Helfer für das tolle Ergebnis und freut sich auf das kommende Wochenende. Als Reiseleiter und Organisator führt er 55 Teilnehmer per Bus ins Grödnertal/Südtirol zur dortigen IVV Olympiade. 10 herrliche Wandertage durch die Bergwelt der Dolomiten lässt das Herz der teilnehmenden Wanderfreunde höher schlagen. Am Ende der Woche wird das Open Air Konzert von Belsy noch besucht, als krönender Abschluss erfolgt die Fahrt mit der Seilbahn auf die Königin der Dolomiten, die Marmolada.