Schramberg

Wanderer nutzen das Wetter

Bei seinen 38. Internationalen Wandertagen hatte der Radsport- und Wanderverein "Solidarität" auch den Wettergott auf seiner Seite.

Die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Bernhard Schneider meinten am Samstag sogar, das Wetter sei zu schön, um die Wanderstiefel zu schnüren. Das überaus schöne Herbstwetter eigne sich auch noch zu anderen Freizeitaktivitäten. Die etwas enttäuschende Teilnehmerzahl schien dies zunächst zu bestätigen.

Jedoch schon am Sonntag-Vormittag hellten sich die ins Grübeln geratenen Minen rasch auf. Wer gegen Mittag rund um die Sulgener Festhalle einen Parkplatz suchte, musste gelegentlich warten, bis die ersten Wanderer von der Strecke zurückkehrten. In Richtung Lienberg waren den ganzen Tag über regelrechte Kolonnen unterwegs.

Der passionierte Volkssportler Antoine Lallemand aus Straßburg brachte es auf den Punkt: "ein typisches Herbst-Wanderwetter". Des Weiteren wurden auch die beiden Strecken allseits über den grünen Klee gelobt. Zahlreiche Wanderer nutzten die beiden Kontrollstellen auf dem Lienberg und beim ehemaligen Gasthaus "Vierhäuser", um sich bei herrlichem Herbstwetter genüsslich zu sonnen.

Die Zahl der registrierten Wanderer pendelte sich gegen Schluss bei rund 1150 ein. Darunter auffallend viele Wanderer aus der Schweiz, Österreich und Frankreich. Die Wanderfreunde Wallbach-Bad Säckingen und Oberzell reisten in einem Bus an. Über 100 Wanderer verteilten sich auf fünf einheimische Gruppen. "Solidarität"-Wanderwart Gerhard Reuter begrüßte unter den Wanderern auch den Vizepräsidenten des Deutschen Volkssportverbands (DVV) und Vorsitzenden von Baden-Württemberg, Albert Huber aus Appenweier und seinen Stellvertreter Gerald Ebner aus Wehr. Huber erwähnte in seinem Grußwort, es freue ihn ungemein, dass die Sulgener "Solidarität" gegen Ende des Wanderjahrs wiederum eine hervorragende Veranstaltung auf die Beine stellen konnte. Dies sei für die internationale Volkssportbewegung eine echte und nachhaltige Werbung. Zusammen mit dem Vorsitzenden Bernhard Schneider nahm Wanderwart Gerhard Reuter die Ehrungen der stärksten Gruppen vor. Die Wanderfreunde Blumental aus Marschalkenzimmern belegten mit 61 Teilnehmern den ersten Platz, gefolgt von WF "Baar" Tuningen (50), WF Oberzell (45), WV "Silberdistel" Albstadt (43), WF Titisee-Neustadt (42), WF Berghaupten (35), WF Wallbach-Bad Säckingen (34), WV Göllsdorf-Feckenhausen (33), Schwarzwaldfalken Villingen-Schwenningen (33), WV Rotfelden (29) und TSV Aach-Linz (25). Bei den einheimischen Gruppen belegte die Lienberg-Gemeinschaft mit 42 Teilnehmern den ersten Platz, vor der Gehörlosengruppe Heiligenbronn (22), RV "Edelweiß" Sulgen (19), Miniatur- und Pitpadfreunde Hardt (18) und der Narrenzunft Sulgen (11).