Wo gut tausend Wandersleute stempeln gehen

Die Wanderfreunde St. Peter-Glottertal organisierten den 37. Wandertag im Glottertal / Die Hälfte der Gäste nahm die kurze Runde.

Mehr als 1200 Wanderer aus halb Süddeutschland, der Nordwestschweiz und dem Elsass konnten jetzt die Wanderfreunde St. Peter-Glottertal zu ihrem 37. Internationalen Wandertag begrüßen. Die größte Gruppe mit 54 Wanderern kam aus dem elsässischen Erstein. Angeboten wurden drei Strecken mit fünf, zehn und 20 Kilometern – etwa 50 Prozent der Wandersleut’ ging lediglich auf die kurze Distanz.

Rund 120 Mitglieder zählen die Wanderfreunde St. Peter-Glottertal, die alljährlich den internationalen Wandertag ausrichten. Früher zu Blütenzeiten des Volkswanderns vor etwa zwei Jahrzehnten, als beispielsweise die Kanadier noch in Lahr stationiert waren, hatte der Wandertag um 4000 Teilnehmer und allein um die 1000 Kanadier, blickt Vorsitzender Stefan Hilzinger mit Wehmut auf längst vergangene Zeiten zurück. Das Durchschnittsalter der Wanderer liegt im Rentenalter, und so ist es nicht verwunderlich, dass die meisten nur die Fünf-Kilometer-Runde absolvierten. Früher wurde die kurze Strecke gar nicht angeboten. Nachwuchs, so Stefan Hilzinger, hätten die organisierten Wanderer recht wenig, so dass der Verein, wie auch der Deutsche Volkssportverband, für den die Wanderungen gewertet werden, schwierige Jahre vor sich haben werde. Enttäuschung ist aus den Worten von Stefan Hilzinger zu hören, wenn er davon spricht, dass fast keine Einheimischen an der Wanderung teilgenommen haben: "Da sind über 1000 Leute im Tal, und so gut wie keiner kommt aus dem Tal."


Ziel und Start der drei Strecken war die Eichberghalle. Von dort ging es zunächst über die Kandelstraße Richtung Scharbachhof und dann weiter zum Glotterrainhof; dort trennten sich die Strecken. Die beiden langen Strecken führten entlang der Glotter weiter talaufwärts, die kurze Strecke querte hier die Landesstraße und ging ab dort talwärts bis zur Badstraße. Hinter dem Schwimmbad war die erste Kontrollstelle eingerichtet. Beim Glotterbad kamen die fünf und die zehn Kilometerstrecken wieder zusammen. Über den Winzerpfad ging es dann zurück zum Ausgangspunkt Eichberghalle.

Die zehn Kilometer führten vom Glotterrainhof auf dem Glotterpfad bis zum Obergschwanderhof und dann über den Bernethansen- und den Birklehof hinauf zum Hartererhof. Oberhalb des Hartererhofes trennten sich die beiden Strecken: Die 20 Kilometer gingen über den Luser ins Wegelbach (Waldkircher Gemarkung) und dann durchs Suggental zum Wissereck. Von dort über den Schlossberg zur Eichberghalle. Die Zehner-Strecke führt vom Hartererhof durch den Gullerwald und dann über die Serpentinen zum Glotterbad.

Auf den Strecken waren mehrere Kontrollstellen – jeweils mit Verpflegungsmöglichkeit – eingerichtet. In und um die Eichberghalle gab es ein reiches Speise- und Getränkeangebot, etwa Bratwurst mit Brot oder Pommes, so dass Durst und Hunger gestillt werden konnten. Über die Mittagszeit spielten die Volksmusikanten zur Unterhaltung. Schirmherr war Bürgermeister Karl-Josef Herbstritt, der zusammen mit dem Vorsitzenden Stefan Hilzinger die größten Gruppen auszeichnete. Zahlenmäßig mit 54 Wanderern stärkste Gruppe war die aus Erstein (Elsass). Nur zwei Wanderer weniger und somit auf Platz zwei: die Wanderer aus Stegen. Auf den Plätzen folgten die Gruppen aus Bischwiller (Elsass) und aus Meckatz (Allgäu).