Pfullendorf

Wandertag in Aach-Linz mit mehr als 800 Teilnehmern

831 Wanderer haben sich am Wandertag in Aach-Linz, ausgerichtet vom TSV, beteiligt. Damit kamen exakt 50 Gäste mehr als im Vorjahr – und das trotz des unsteten Wetters.

Die meisten anderen Vereine klagen über starke Rückgänge – manch ein Verein, auch in unserer Region, musste sogar aufgeben. Diesem Trend versucht sich die Truppe um Abteilungsleiter Georg Schmidt fleißig entgegenzustemmen. Da wird zum Beispiel in jedem Jahr an den Strecken gefeilt. So sah das auch Eckhard Metzger aus Weingarten. „Es ist eine gute Strecke und sie war ganz toll ausgeschildert“, lautete sein Resümee. Ähnlich sieht das auch Karl-Heinz Moll aus Unteropfingen: „Die Strecke ist wunderbar und die Helfer sind unheimlich freundlich.“

Derweil wurden auf den Wanderstrecken eifrig die Kilometer heruntergespult. Die drei Routen führten alle von Aach-Linz in Richtung Pfullendorf und vor allem die Elf-Kilometer-Distanz erfreute sich regen Zuspruchs. Die einen sammelten Punkte für das Sportabzeichen, die anderen Einträge in ihre Stempelbücher. Auch einen Bonus bei der Krankenkasse konnte man sich erlaufen.

Obwohl am Samstagmorgen das Wandervergnügen unter einem kleinen Regenschauer leiden musste, meisterten doch 290 Wanderfreunde die drei verschiedenen Distanzen. „Die Veranstaltung ist wunderbar und die kühleren Temperaturen sind mir lieber als heißes Wetter“, meinte Doris Rößler aus Daisendorf.

Am Sonntag wagten sich nochmals rund 540 Wanderer auf die Strecken. Die meisten Teilnehmer, bestens gegen den Regen geschützt, mussten sich nur am frühen Morgen einiger Regentropfen erwehren. Der größte Teil der Wanderbegeisterten begab sich auf die fünf Kilometer lange Distanz. Diese führte von der Schlossgartenhalle aus in Richtung Pfullendorf am Schützenhaus vorbei und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Am Schützenhaus befand sich auch eine Kontrollstelle, an der die Startkarten abgestempelt wurden. Natürlich wurde hier auch Verpflegung angeboten. Tee gibt es an allen Stationen kostenlos und für die vierbeinigen Begleiter stand immer ein Wassernapf bereit.

Die elf Kilometer lange Distanz richtete sich auch zur Kernstadt aus, vorbei am Bergwald und Tautenbronn. Die lange Distanz mit 16 Kilometern verlief anfangs ähnlich. Die Reise ging dann aber am Flughafen vorbei über Aftholderberg und Egg.

Manche Teilnehmer kamen auch an beiden Tagen nach Aach-Linz, zum Beispiel Martin Körner aus Rottenburg, der einmal die elf und dann die 18 Kilometer lange Strecke meist joggend bewältigte. „Ich war bis jetzt bei allen acht Veranstaltungen dabei aber die Route vor drei Jahren hat mir besser gefallen“, sagt er. Wie Georg Schmidt dem SÜDKURIER gegenüber versicherte, werden im nächsten Jahr andere Strecken angeboten, um den Teilnehmern mehr Vielfalt zu bieten.

So ein Wandertag spielt sich aber auch jenseits der Strecken ab. Am Sonntag war die Schlossgartenhalle brechend voll. Alleinunterhalter Markus sorgte mit mehreren Stücken zusammen mit seinem kleinen Sohn Max für Stimmung mit volkstümlicher Musik und Schlagern. Da ließen sich die mehrheitlich älteren Gäste sogar zum Mitsingen und Klatschen mitreißen. So konnten sich die Wanderer von den Strapazen erholen und diejenigen, die „nur“ zum Einkehren kamen, wurden musikalisch auch bestens unterhalten. Draußen vor der Halle auf den Sitzplätzen bei „Steffis Würstchenbude“ herrschte ebenso stetiger Betrieb. Langweilig wurde es höchstens den Einsatzkräften vom Roten Kreuz. Nicht ein einziges Pflaster gab es an den beiden Tagen zu verkleben, verrieten sie.