Wandern verliert an Anziehungskraft

800 Teilnehmer bei den Wandertagen in Wallbach / Die größten Gruppen kommen aus Weil und aus Öflingen.

Recht erfolgreich waren die Wanderfreunde Wallbach mit ihren Wandertagen am Wochenende, den 36. in Serie. Am Samstag griffen 250 Teilnehmer nach den Startberechtigungs- und Kontrollkarten, am Sonntag weitere 550. Teilnehmer kamen auch aus der Schweiz und Frankreich. Mit der Bilanz von 800 Wanderern konnte Vereinsvorsitzender Gerald Ebner sehr zufrieden sein, auch wenn er eingestehen musste, dass die Zeiten mit Spitzenbeteiligungen wohl vorbei sind.

Der Wandergedanke werde zwar bei den Deutschen weiter hoch gehalten, doch immer weniger begeben sich dann tatsächlich auf Schusters Rappen. Das sei bei seinem Amtsantritt vor 18 Jahren noch etwas anders gewesen, wie sich Ebner, zugleich stellvertretender Landesvorsitzender, erinnert. Es sei aber eine allgemein zu spürende Stagnation. Insbesondere sei es schwer, die Jugend auf die Beine zu bringen. Es waren dann auch mehrheitlich Senioren, die die Wanderwege von fünf, zehn und 20 Kilometern rund um Wallbach in Angriff nahmen.

Die Wanderfreudigen zeigten sich sehr angetan von den angebotenen Routen und auch von den guten Beschilderungen und Markierungen. Klar und genau richtungweisend waren die Strecken von den Wanderwarten Torsten Büche und Daniel Ebner gelegt worden. Und damit auch die Entfernungsangaben stimmten, setzten die beiden für die Berechnung einen Computer ein. Die Wege führten teilweise in die Bad Säckinger Naherholungsgebiete Bergsee und Wildgehege, oder tangierten diese, verliefen aber auch entlang des Rheines. "Dort trafen wir gelegentlich auch auf Radfahrer, aber wir kamen gut aneinander vorbei", so der Vorsitzende der Wanderfreunde Rhein-Wehra Ernst Büttgen, der seit Jahren zu Gast beim Nachbarverein ist und dort die gute kameradschaftliche Atmosphäre, Organisation und die angenehm zu gehenden Strecken schätzt. Verletzungsfrei liefen die beiden Tage ab, wie das DRK bilanzierte. Die Bad Säckinger Bereitschaft war mit acht Helfern vor Ort. Zu tun gab es so gut wie nichts.

 

Mit der traditionellen Ehrung der stärksten Gruppen endeten die beiden Wandertage. Die stellten die Vereine Weil, Wehr-Öflingen und die Hotzenwälder Wanderfreunde. Schramberg und Vogt/Allgäu folgten.