1. Etappe - Stühlingen - Blumberg

Der Schluchtensteig beginnt in Stühlingen, unweit der Schweizer Grenze, zu Füßen von Schloss Hohenlupfen, dem Wahrzeichen der Stadt an den Ufern der Wutach. Der Startpunkt des Fernwanderwegs ist an der Katholischen Kirche in der Unterstadt von Stühlingen. Dort beginnt auch die Markierung der 118 Kilometer langen Strecke. Zeit für einen Blick ins Städtle oben am Bergfuß, dessen Altstadt nach habsburgischem Vorbild erbaut wurde, sollte schon sein, ehe es dann der Wutach folgend talaufwärts bis nach Weizen geht. Hier ist der Talbahnhof der berühmten "Sauschwänzlebahn". Über vier Viadukte und durch sechs Tunnels, einer davon der zweitgrößte Kehrtunnel Europas, windet sich die einst als strategische Bahnlinie errichtete heutige Museumsbahn auf 25 Kilometern ins 231 Meter höher gelegene Blumberg hinauf. Ein Stück geht es bis Grimmelshofen an der Bahnlinie entlang und dann hinein in die Wutachschlucht.

Wer möchte kann nun einen kleinen Abstecher zur Museumsmühle im Weiler machen. Den entsprechenden Wegweiser findet man, wenn man den Bahnhof Lausheim-Blumegg passiert. Die Museumsmühle ist eine der ältesten, in großen Teilen noch vollständig erhaltenen Gipsmühlen in Deutschland. Mit ihren drei Mühlrädern und fünf Mahl- und Stampfwerken ist die Mühle eine einzigartige Rarität. Vor allem wegen ihrer Antriebstechnik stellt die Gipsmühle einen großen kulturhistorischen Wert dar.

Als schmaler, stellenweise durchaus ausgesetzter Pfad, schlängelt sich der Schluchtensteig nach Grimmelshofen streckenweise durch fast senkrechte Felsflanken der Wutachflühen und zieht, sich immer mal wieder um Felsnasen knickend, langsam bergauf. Gut, dass der Weg im Wald verläuft. So kann man sich auf seine Füße konzentrieren, bis der Aussichtspunkt Wutachflühen erreicht ist. Ein kurzer Tiefblick, durchschnaufen und auf geht's in Richtung Buchberg. Wuchtig ragt der "südliche Torturm" der Blumberger Pforte über dem 350 Meter tiefer liegenden Schluchtgrund auf. Das kostet noch einmal ordentlich Puste auf dem Schlussanstieg zur Gipfelhütte. Oben öffnet sich ein herrliches Panorama auf die zurück liegenden Flühen und die Etappen der nächsten beiden Wandertage in der Wutachschlucht.