4. Etappe – Aha / Schluchsee - St. Blasien

Vom Bahnhof Aha am Schluchsee führt eine (fast) schluchtenfreie Etappe nach St. Blasien. An diesem Tag bestimmen liebliche Täler und bewaldete Höhenzüge das Bild. Auf Erlebnisse muss trotzdem nicht verzichtet werden. Nach einem höhenlosen Wegabschnitt entlang des Schluchsees taucht der Schluchtensteig wieder in dichte Wälder ein. Es duftet würzig nach frischem Harz, Tannenhäher sitzen laut schimpfend in den Bäumen, Königskerzen und Lupinen leuchten violett und blau um die Wette. Farne, Moose und Heidelbeersträucher säumen den Weg nach Muchenland. Ein paar uralte Schwarzwaldhöfe stehen zwischen Oberem und Unterem Habsberg, die Dächer weit herunter gezogen, um dem hier erbarmungslosen Winter zu trotzen. Das gleiche verträumte Bild bietet sich im Nachbarweiler Althütte, ehe es immer merklicher bergab geht. Bald schon dringt ein vertrautes Geräusch an die Ohren. Wasser rauscht über eine Felsstufe, fächert auf wie ein Schleier und sucht sich mit viel Getöse durch eine steile Talkerbe seinen Weg nach St. Blasien hinab. Kurz vor Etappenende kommt am Windberg-Wasserfall also doch noch der Schluchtenliebhaber auf seine Kosten. Dann klappt der Mund auf. Riesig, völlig überdimensioniert steht der Dom St. Blasius inmitten der Wälder und Berge. Die gewaltige Kuppel gehört mit ihren 62 Metern Höhe und einer Spannweite von 36 Metern zu den größten Kirchenkuppeln Europas. Der Wandertag durch stille Wälder endet grandios inmitten der herrlichen Parkanlagen zwischen dem Ufer der Alb und dem Dom.

Tipp: Auch beim Wegabschnitt entlang des Schluchsees von Aha bis zum Unterkrummenhof  ist am Wochenende jede Menge los, die Mehrzahl davon sind aber unendlich viele kreuzende Radfahrer.