Hunderte machen sich auf den Weg

Riesen Resonanz auf die erstmals wieder veranstaltete Windener Volkswanderung und "Wandern und Genießen in Biederbach".

Nach über 30 Jahren Pause hat es der Förderverein der Musikkapelle Oberwinden gewagt, wieder einmal eine Volkswanderung in Winden zu veranstalten. Zwei Strecken, über 6 und 12 Kilometer, standen zur Wahl. Nach einer so langen Pause so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, ist nicht ganz leicht, besonders da im nahen Biederbach gleichzeitig ein Wandertag stattfand. Mit 370 verkauften Startkarten war das aber ein guter Start aus dem Stand.

Schon vor der eigentlichen Startzeit in Winden zogen die ersten Wanderer von der Festhalle los auf eine der zwei Rundstrecken. Besonders geeignet für einen kleinen Familienausflug und auch kinderwagentauglich war die sechs Kilometer lange Kurzstrecke. Auf vorwiegend asphaltierten Straßen ging es von der Halle die Erzenbacherstraße hinauf bis zum Schätzlehof. Dann weiter über die Braunhöfe und den Ensensberg zum Rüttlersberg. Dort wartete schon der Förderverein mit seinem Verpflegungsstand und der Kontrollstation am Schwarzbauernhof. Der Rückweg führte über den Merklehof und die Allmend zur Festhalle.


Etwas anspruchsvoller war die Zwölf-Kilometer-Tour: Zunächst leicht von der Halle zur Staude und Kaltengrund, dann kam der steile Anstieg im Lehen. Da kam es dann schon vor, dass man trotz bester Beschilderung erst jetzt merkte, dass man eigentlich die kurze Strecke nehmen wollte. Meist wurde der Entschluss gefasst: "Wir schaffen das".

Gegenseitige Ermunterung: "Wir schaffen das"


Endlich oben angekommen, konnte man sich an der ersten Kontrollstelle den ersten Wertungsstempel des Internationalen Volkssportverbands (IVV) geben lassen, vom DRK gab es nach dieser Anstrengung Apfelsaft und Tee. Nach einem leichteren Anstieg, bei bester Aussicht ins Elztal, ging es wieder hinunter zum oberen Ende des Erzenbachs. Zum Glück stand hier ein weiteres Verpflegungsteam, diesmal vom Förderverein des Musikvereins. Wieder hinauf ging es in Richtung Hörnleberg, der musste aber nicht erklommen werden: Über den Leislewaldweg führte die Tour zum Rüttlersberg. Dort begegnete man dann den Teilnehmern der kurzen Strecke. Der Rückweg der langen Tour führte dann vorbei am Hochbehälter am Ensensberg zur Festhalle. Bei Schäufele und Kartoffelsalat konnte man sich wieder stärken. Einige wenige besorgten sich noch die zweite Startkarte und legten die Strecke noch einmal zurück: Respekt!

Ganz unterschiedliche Teilnehmergruppen waren unterwegs, solche, die einen lockeren Sonntagsspaziergang machten und sich in der Halle nach dem Mittagsessen noch Kaffee und Kuchen gönnten. Aber auch solche, die einen Start wie Lewis Hamilton hinlegten, und sich auch an der steilsten Stelle nicht bremsen ließen. Das Wichtigste war aber, alle waren in Bewegung und hatten einen schönen Tag bei bestem Wanderwetter und toller Aussicht. Mit Unterstützung des Musikvereins, der auch noch ein Nachmittagskonzert gab, hatte alles prima geklappt und soll deshalb im nächsten Jahr wiederholt werden: Am 18. September 2016 ist die nächste Windener Volkswanderung.

Unter dem Motto "Wandern und Genießen in Biederbach" stand wenige Kilometer weiter das Aktionswochenende "Biederbach Aktiv". Neben diversen Wanderangeboten wurde mit einer Nordic-Walking- und einer Mountainbiketour auch Einiges für sportlich Begeisterte angeboten. Wer’s gemütlicher haben wollte, hockte sich aufs E-Bike oder durfte sich per Traktorgespann durch die Landschaft ziehen lassen. Gewandert wurde aber auch: Am Samstag durch das schöne Obertal bis zum "Schneiderhof", wo die berühmte Schlachtplatte auf ihre Abnehmer wartete und am Sonntag bei der "Jedermannswanderung".

Familienwanderung mit dem Kinderwagen


Wie schon im letzten Jahr ein "Renner" war die kleine Familienwanderung, wenngleich die kinderwagenschiebenden Muttis und Vatis ganz schön gefordert waren. Der kulinarisch-musikalische Abschluss vor der Schwarzwaldhalle bei herrlichem Spätsommerwetter lockte dann noch weit mehr Besucher an, so dass Bürgermeisterstellvertreter Jürgen Allgaier in seiner kurzen Dankansprache an alle Organisatoren und Helfer von einem "rundum gelungenen Wochenende" sprechen konnte.