Wanderfreunde Berghaupten zufrieden mit 40. Herbstwanderung

Gut 1600 Teilnehmer / Drei ausgewählte Wanderstrecken

Zur 40. Auflage ihrer zweitägigen Herbstwandertage konnten die Wanderfreunde Berghaupten über 1600 Wanderer auf die drei ausgewählten Wanderstrecken schicken.

Dank des Feiertags und sonnigen Herbstwetters begrüßten die Wanderfreunde am Samstag die meisten Wanderer. Darüber dürfte sich auch der Mukoviszidose-Verein besonders freuen. Denn alle Startgelder von Vereinen des Deutschen Volkssportverbandes, die am 3. Oktober eingenommen wurden, fließen  ins Hilfsprojekt »Haus Schutzengel«.

Schon am Freitagabend hatten sich die Besitzer dreier Wohnmobile auf dem Parkplatz vor der Schlosswaldhalle eingerichtet, um am Samstagmorgen pünktlich starten zu können. Karl Gresbach, Vorsitzender der Wanderfreunde, freute sich, dass am Samstag über 30 Prozent der Teilnehmer die Halbmarathonstrecke via Diersburg, Handwerkerhütte, Barack und Staubenkopf  in Angriff nahmen. Auch in diesem Jahr hatten die begeisterten Wanderer teilweise weite Anfahrtswege auf sich genommen, um ins ehemalige Bergwerksdorf zu gelangen. So kündete der Bus mit Aufschrift »Zillertalbahn« von den Tiroler Wanderfreunden, die zum zweiten Mal in Berghaupten starteten. Der Besuch erfolgte dank der gepflegten Wanderfreundschaft, denn auch Gresbach war mit seinen Wanderkameraden schon zweimal in Österreich.

Über die herrliche Schwarzwaldlandschaft und hervorragende Organisation freuten sich zudem viele Naturliebhaber aus der elsässischen Nachbarschaft. So kamen 59 Wanderer aus Westhouse und 38 aus Boofzheim. Dass solche  Wandertreffen auch vielfältige Begegnungen über Grenzen hinweg ermöglichen, zeigte eine zufällige Kleingruppe eines Ehepaars aus dem elsässischen Weyersheim und einer Dame aus dem Harmersbachtal.

Die Sehnsucht nach anderen schönen Gegenden führte auch das Ehepaar Marion und Richard Baumann aus Ebringen im Markgräflerland auf den Wolfsgrubenweg oberhalb des Naherholungsgebiets »Klingelhalde«. 20 bis 25 Volkswanderungen besucht das Ehepaar im Jahr. Richard Baumann bedauert allerdings, dass die Anzahl dieser Volkssportveranstaltungen abnehmen. Der demographische Wandel mache sich auch bei den Veranstaltern bemerkbar, so dass der Organisationsaufwand vielerorts nicht mehr zu stemmen sei. Dies bestätigt Gresbach: »Weniger Vereine – weniger Wanderer!« Trotzdem kann er zumindest in Berghaupten steigende Besucherzahlen feststellen.

Elgersweier auf Platz eins

Als Belohnung erhielten die stärksten Wandergruppen Preise. Platz eins belegte Elgersweier mit 63 Wanderern, Platz zwei die Kraichgau-Wanderer aus Grombach. Mit je 49 Vertretern landeten die Leute aus Bocksbachtal (Nähe Heilbronn) sowie die Billigheimer/Elztal auf Platz drei. Aus Deutschland hatten die Wanderer aus Schmelz (Saarland) den weitesten Anfahrtsweg.

Bürgermeister Jürgen Schäfer begrüßte um die Mittagszeit die Besucher in der Schlosswaldhalle und würdigte die Preisträger. Die Wanderfreunde hatten einen Pendelverkehr zum Bahnhof Gengenbach eingerichtet. Dieses Angebot nutzten gut 300 Wanderer, die per Wochenendticket gefahren waren. Gresbach vermutet, dass etliche »Gelegenheitswanderer« durch den frühmorgendlichen Starkregen am Sonntag abgeschreckt wurden. Die Hartnäckigen wurden dafür mit einem weiteren wunderbaren Herbsttag belohnt. In der Halle sorgten die Spezialgruppe »Ä Muggeseggele Blech« und Alleinunterhalter »Fuzzy« beim Mittagessen für musikalische Unterhaltung.