Bei der "Solidariät" hat wieder alles gepasst

Sulgen ist übers Wochenende wieder einmal zum Volkssport-Mekka geworden. Vom herrlichem Herbstwetter beflügelt, waren über 1100 Teilnehmer an den beiden Volkswandertagen am Start.

Die 39. Internationalen Wandertage des Radsport- und Wanderverein "Solidarität" Schramberg-Sulgen dürften die Annalen nachhaltig bereichern. Über 1100 Volkswanderer schnürten an den beiden Tagen bei herrlichem Herbstwetter und bis über 20 Grad Außentemperatur ihre Wanderstiefel.

Am Samstagmorgen hatte es zwar zur Überraschung der Veranstalter und aller Teilnehmer noch leicht genieselt, doch ab Mittag erreichte die Außentemperatur konstant die prognostizierten Werte um die 20 Grad. Es bildeten sich unüberschaubare Menschenschlangen sowohl auf der kleinen, fünf Kilometer langen, als auch auf der großen, zehn Kilometer langen Strecke.

Während sich einige Wanderer auf der großen Strecke, bei einem kleinen Anstieg zum Feurenmoos hoch, den Waldabschnitt herbeisehnten, erwies sich dieser Abschnitt für andere Wanderer etwas beschwerlicher. Jedenfalls kamen beide Fraktionen oben auf dem Sulgener Berg mit einem herrlichen und bunt gefärbten Panorama voll auf ihre Kosten.

Die beiden erfahrenen Volkssportlerinnen Andrea Matt und Hannelore Schuler vom SV Göschweiler, dessen Wanderabteilung seit Jahren zu den eifrigsten Teilnehmern zählt, kamen regelrecht ins Schwärmen und bewerteten die Strecken und die Landschaft "sehr schön", das Wetter "optimal" und zogen in unverwechselbarem Alemannisch das Fazit: "hätt alles passt!". Die Sulgener Festhalle stand an beiden Tagen im Mittelpunkt. Die Parkplätze platzten schier aus den Nähten und in der Halle hatte, insbesondere um die Mittagszeit, das Bedienpersonal alle Hände voll zu tun.

Der Vize-Präsident des Deutschen Volkssport-Verbandes (DVV) und Vorsitzender von Baden-Württemberg, Albert Huber aus Appenweier, nannte in einem Gespräch mit unserer Zeitung die Sulgener Veranstaltung "eine echte Werbung für die Volkssportbewegung schlechthin". Er zollte der Sulgener "Solidarität" höchstes Lob.

Die Volkswandertage seien tendenziell zwar rückläufig, doch die "Solidarität" beweise mit ihrem Engagement, was mit gutem Willen auf die Beine gestellt werden könne. Er freue sich bereits auf die Jubiläums-Veranstaltung im nächsten Jahr, so Huber.

Wanderwart Gerhard Reuter, bei dem an den beiden Tagen alle Fäden zusammenliefen, und Vorsitzender Bernhard Schneider händigten den stärksten teilnehmenden Gruppen Pokale und Präsente aus. Die WF "Baar" Tuningen stellten mit 48 Teilnehmern die stärkste Gruppe gefolgt von Wanderfreunde Blumental Marschalkenzimmern (47). Hotzenwälder Wanderfreunde Laufenburg-Murg (46), WV "Silberdistel" Albstadt (44), Wanderfreunde Vogt (41), WF Titisee-Neustadt (40), WV Rotfelden (31), WV Göllsdorf-Feckenhausen (29), FC 1932 Pfaffenweiler (29), Wanderverein Rottweil-Bühlingen und Umgebung (28), Schwarzwaldfalken Villingen-Schwenningen (28), Wanderfreunde Reichenbach-Gengenbach (28) und Trossingen (26).

Bei den einheimischen Gruppen konnte die Lienberg-Gemeinschaft mit 33 Teilnehmern den Wanderpokal aus 2014 verteidigen, gefolgt von der Narrenzunft Sulgen (29), RV "Edelweiß" (26), Gehörlosengruppe Heiligenbronn (21) sowie Miniatur- und Pitpatfreunde Hardt (14).