Nur 539 Teilnehmer beim Wandertag

Reichenbacher Gastgeber hatten sich deutlich mehr erhofft

Ihren 44. Internationalen »Grenzenlosen Wandertag« veranstalteten die Wanderfreunde Reichenbach am Sonntag. »Die schlechte Wetterprognose«, so der Vorsitzende Albert Huber, »war nicht schuld daran, dass unserer Einladung nur 539 Teilnehmer folgten, denn in der gesamten Wanderzeit schien die Sonne.«

Huber bedauerte, dass nicht mehr Einwohner teilnahmen: »Gerne denkt man an Zeiten zurück, als sich die örtlichen Vereine um die Plätze schlugen.« 52 Mitglieder und Helfer sorgten für einen reibungslosen Wandertag, zusätzlich Helfer der Feuerwehr und des DRK Gengenbach/Bad Griesbach. »Ärgerlich war, dass die am Freitag angebrachten Markierungen teilweise entfernt wurden und die ganzen Strecken am Sonntagmorgen nochmals abgewandert werden mussten«, erklärte Huber, »so macht das Organisieren einer Veranstaltung keinen Spaß.«

15 Prozent der Teilnehmer durchwanderten die 15 Kilometer lange Strecke und waren voll des Lobes über die Wegführung. Die Mehrheit aller drei Strecken führten durch schattenspendende  Wälder, an drei Kontroll- und Verpflegungsstellen konnte man sich stärken. Ebenso in der Halle, wo komplettes Mittagessen angeboten wurde. Hier erhielten die Wanderer ihren Wertungsstempel, der für das Internationale Volkssportabzeichen gewertet wird. Jugendliche bis 16 Jahren starteten kostenlos, erhielten am Ziel eine Urkunde und ein kleines Präsent. Da keine Gruppenpreise mehr ausgegeben werden, machen die Wanderfreunde eine Spende von 20 Cent pro Startkarte an die Gemeinde, das ergab eine Summe von 134,75 Euro für den Kauf eines Defibrillators. Der Vorsitzende persönlich rundet diese Summe auf 150 Euro. 

Den ersten Platz belegte Nachbarverein Berghaupten mit 34 Teilnehmern, gefolgt von den amerikanischen Freunden aus Stuttgart (25), Elgersweier, Mösbach und Westhouse/Elsass (jeweils 21). Stärkste einheimische Gruppe war die Narrenzunft »Höllteufel« mit 15 Personen, die den Wanderfreunden auch tatkräftig in der Küche half – »mit eigenen Mitgliedern ist solch eine Veranstaltung nicht mehr zu bewältigen«, dankte Huber auch den Narren.