An der 1000er-Marke gekratzt

Das Volkswandern des Radfahrvereins Dörlinbach bleibt beliebt / Sportverein sichert sich den Schuttertäler Wanderstiefel.

Bei seinen 35. Internationalen Volkswandertagen hat der Radfahrverein Dörlinbach am Wochenende 977 Gäste empfangen. Viele Wanderfreunde reisten aus dem Elsass an. Auch Gruppen aus Stuttgart und Luxemburg genossen die Strecken bei sonnigem Wetter in den Wäldern im Schuttertal. Für die Vorsitzende Irmgard Ohnemus gab es zu dieser Resonanz nur eines zu sagen: "Wir sind mehr als zufrieden."

Nicht das Radfahren ist die Quintessenz des Radfahrvereins Dörlinbach, sondern das Wandern. Der Radfahrverein hatte sich 1907 zwar als solcher gegründet, um Ausflüge in der Gruppe zu unternehmen. Doch schon damals waren die Mitglieder auch bei den Volkswandertagen dabei, sodass der Wandersport bereits früh eine Bedeutung erhielt. Der Vereinsname ist bis heute geblieben. Das Betätigungsfeld beschränkt sich mittlerweile allerdings auf die Bewegung per pedes.

Seit nunmehr 35 Jahren richtet der Radfahrverein im Rahmen der Internationalen Volkswandertage die zweitägige Veranstaltung aus, an denen die Gäste über drei Distanzen wandern können: fünf, zehn und 20 Kilometer rund um Dörlinbach. Um Abwechslung zu bieten, gerade für regelmäßige Teilnehmer, bemüht sich der Wanderwart Richard Ohnemus jedes Jahr um alternative Strecken, weiß seine Frau Irmgard Ohnemus. Sie ist die Vorsitzende des Vereins. Rund 30 Mitglieder sind eingebunden in die Organisation, die Versorgung der Wanderer an den Kontrollstrecken und die Bewirtung in der Festhalle in Dörlinbach. Dafür braucht es den vollen Einsatz aller an zwei Tagen: "Es hat wieder einmal alles reibungslos geklappt", sagt Ohnemus. Sie ist zufrieden mit ihrem Team und dem gesamten Ablauf. Insgesamt waren bei der Veranstaltung 58 Gruppen am Start. Das Wanderangebot durch die herbstlichen Wälder nehmen inzwischen auch viele einheimische Familien und Vereine wahr. Für die Gruppe mit den meisten Teilnehmern gibt es in jedem Jahr den von der Gemeinde gestifteten Schuttertäler Wanderstiefel.


Den konnte am Wochenende der Sportverein Dörlinbach mit nach Hause nehmen. Sieger bei den auswärtigen Gruppen wurde der Club de Marche, der mit 66 Mitgliedern angereist war. Der zweite Platz ging an die Wanderfreunde aus Binderheim mit 61 Teilnehmern. Kriterium für den Preis ist allerdings nicht die Schnelligkeit, in der eine Distanz zurückgelegt wird, sondern die Größe der Gruppe, erklärt Irmgard Ohnemus. Dass diesmal sogar eine Gemeinschaft aus Luxemburg gekommen war, freut den Radfahrverein besonders. Es gab auch einen Rekord zu vermelden: Erstmals kamen Wanderfreunde in sechs Bussen nach Dörlinbach: "Das hatten wir noch nie", sagt die Vorsitzende. Sie freut sich nicht nur über die vielen Wanderer, sondern auch über die zahlreichen Gäste in der vollen Festhalle, die dort eine gesellige Zeit bei einem Mittagessen oder Kaffee und Kuchen verbrachten.