Mösbacher Winterwandertag verbucht weniger Teilnehmer

Veranstaltung wird erstmals seit Langem ihrem Namen gerecht

Mit 361 Teilnehmern erfuhr der Mösbacher Winterwandertag deutlich weniger Resonanz als im Vorjahr. Die Organisatoren haben dafür eine Erklärung parat.

»Frau Holle« meinte es gut und schickte endlich einmal Schnee nach Mösbach, um der Internationalen Winterwanderung auch das nötige Ambiente zu verleihen. So hatte der Winter auch seit Freitag das Kirschendorf fest im Griff, doch ganz so recht war das den Veranstaltern von den Mösbacher Wanderfreunden auch nicht. Denn es kamen 361 und damit deutlich weniger Wanderer aus Süddeutschland und dem benachbarten Elsass als in den Vorjahren. 

Schwierige Anreise

»Hätte es zwei drei Tage früher geschneit, wäre es nicht so schlimm gewesen«, meinten der Vorsitzende Robert Haberle und Organisator Werner Bauer. Denn viele Wanderfreunde aus dem Schwäbischen machten sich nicht auf den Weg über die Hornisgrinde herunter nach Mösbach, der Schnee fiel in Massen und die Straßen waren dicht. Auch viele Elsässer Wanderfreunde, die stets sehr zahlreich mit ihren Vereinen nach Mösbach kommen, blieben eher zu Hause.

Denn in Frankreich gibt es keine Pflicht für Winterreifen und so scheute sich mancher, mit seinen Sommerreifen über den Rhein zu fahren. Wie dem auch sei, die Gastgeber hatten wieder alles bestens vorbereitet, die fünf und zehn Kilometer langen Wanderstrecken waren gut zu begehen und der Schnee sorgte für eine Winterwanderung. 

»Im Winter nehmen wir Schnaps mit und im Sommer kaufen wir Zwetschgen für den Kuchen«, erzählten bestens gelaunte Wanderfreunde aus Eichelberg im Kraichgau, die mit 15 Personen anreisten. »Wir kommen zweimal im Jahr nach Mösbach zum Wandern, weil es hier so schön ist«, so die Wanderwartin Margarete Dafferner, die wie ihre Begleiter jedes Wochenende die Wanderstiefel schnürt.

Dabei steht Mösbach dick und fett im Terminkalender, denn das Bauern- und Kirschendorf ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert und hat durch seine Hofläden und Gaststätten viele Spezialitäten zu bieten. Dies ist mit ein Grund, weshalb zu den Winter- und Sommerwandertagen viele Teilnehmer kommen und Mösbach zur Wanderhochburg machen. 

Doch auch Wanderfreunde werden nicht jünger und so machen sich die Verantwortlichen schon etwas Gedanken, wie es weiter geht. Denn der Aufwand ist enorm und 40 Helfer waren vor Ort, damit die vielen Gäste bestens versorgt wurden. Im Einsatz waren auch Feuerwehr und DRK, um den Verkehr zu regeln und für alle Fälle bereit zu stehen. Hierfür dankte Robert Haberle allen und der Ortsverwaltung für die gute Unterstützung.