Internationale Göschweiler Volkswandertage mit neuem Rekord

Bei der Organisation setzt der Sportverein Göschweiler setzt gleich auf mehrere Erfolgspfeiler.

Wieder einmal richtig gut meinte es Petrus mit dem Sportverein Göschweiler, der am vergangenen Wochenende zu den 49. Internationalen Volkswandertagen eingeladen hatte.

Das Wanderwetter an beiden Tagen war ideal, die drei Wanderrouten perfekt hergerichtet und das Ambiente mit dem Angebot in und an der Bürgerhalle vielfältig und genußvoll. So fiel das Fazit des Vorsitzenden Walter Keßler absolut positiv aus: "Die Veranstaltung war erneut ein voller Erfolg".

Die zahlreichen Wanderer wurden von den Fußballern in jeder Beziehung verwöhnt. So hatte der Verein wiederum drei Strecken zur Auswahl, die sowohl durch die Schlucht, als auch über die Höhen führten und für Wanderfreunde aller Leistungsklassen geeignet waren.

Gleich vier volle Busse kamen vorgefahren: Davon einer aus der Schweiz mit 38 Personen aus Leutwill, aus Buggingen mit 42 Wanderfreunden, aus Mösbach mit 35 und die größte Gruppe mit 62 aus Titisee-Neustadt. Begeistert waren auch die Wanderfreunde aus Tuningen (35 Personen), Pfaffenweiler (30), Schauinsland Freiburg-Kappel (26) und St. Peter-Glottertal mit 25 Wanderern.

Nicht nur die auswärtigen größten Gruppen sollten belohnt werden sondern auch die Einheimischen. Dies ließen sich die Göschweiler Landfrauen nicht nehmen, die mit 22 Damen an den Start gingen. Sie werden beim nächsten Grillfest mit entsprechendem "Material" versorgt werden, kündigte Walter Keßler an. Neben der Wanderstrecke setzt der Veranstalter auch auf das kulinarische Angebot, das bereits mit dem Wanderführstück beginnt. Der Renner in diesem Jahr waren die Gemüsemaultaschen mit Salatteller und hinterher die große Kuchen- und Tortenauswahl.

Rund 50 Helfer waren über die zwei Tage im Einsatz und für eine geregelte Parkplatznutzung zeigte sich die heimische Feuerwehrabteilung verantwortlich. Zur Begrüßung und Unterhaltuing der Gäste spielte am Sonntag die Blaskapelle Grünwald-Holzschlag zum Frühschoppenkonzert auf.

 

 

Biologische Vielfalt bei den Wandertagen

Ideales Wetter, schöne Landschaft und leckeres Essen / Manche machen an den beiden Tagen sogar zwei Strecken.

Wo geht die schönste Strecke lang? Ist es die Anspruchsvolle mit Berganstieg oder ist es die landschaftlich Schönste durch die Wutach? Die vielen Wanderer waren sich da nicht einig. Jeder hatte bei den Wandertagen in Göschweiler seine bevorzugte Lieblingsstrecke oder ging an beiden Tagen zwei unterschiedliche Strecken, um in den vollen Genuss zu kommen.

"Die elf Kilometer gehen durch die Schlucht. Das wäre wirklich schade gewesen, wenn ich das nicht gemacht hätte", bekannte eine flotte Wanderin vom Kaiserstuhl. Jedes Jahr sei sie dabei, aber dieses Mal sei es besonders reizvoll gewesen. Ältere Teilnehmer gingen dagegen lieber entspannt auf eine kurze Runde, schnauften am Ende aber mächtig beim letzten Anstieg. Da kamen noch einmal die Stöcke unterstützend zum Einsatz oder aber es wurde sich kurz am Arm des Partners festgehalten, um sich mitziehen zu lassen.

Herrliche Aussichten, duftende Wiesen, Wildblumen in den schönsten Farben, erfahrene Naturliebhaber hatten sich deshalb vorsorglich mit einer Kamera ausgerüstet und zeigten im Ziel stolz ihre geschossenen Schätze: Verrottete mit Moos überwucherte Baumstümpfe, gelbe Schmetterlinge auf lila Blumen, Sonnenblumen, Klatschmohn, Kornblumen – wer Augen hatte zu sehen, bemerkte die biologische Vielfalt bei diesen Wandertagen.


Ob sechs, elf oder 16 Kilometer – alle mussten erst noch das zähe Stück der Strecke bewältigen, bevor sie sich ermattet auf die langen Bänke sinken ließen und glücklich den heimatlichen Klängen der Blasmusik lauschten.

Volles Programm hieß es dann für den Ausrichter, den SV Göschweiler. Junge Kellner im Laufschritt, ein Vorsitzender, der zwischendurch als Abräumkraft volle Tabletts mit schmutzigem Geschirr wegschleppte.

Auch in der gut besuchten Bürgerhalle herrschte Hochbetrieb. Besonders ältere Göschweiler nehmen gerne diese Gelegenheit wahr, um ein herzhaftes Mittagessen zu genießen und Freunde zu treffen. Bereits am Samstag waren die Lebensmittelbestände kräftig zur Neige gegangen. "Was wir für den Sonntag geplant hatten, wurde am Vortag schon fast alles verkauft. Besonders Maultaschen und Schnitzel mit Pommes gehen wahnsinnig", berichtete Matthias Wiehl, Kassierer des Vereins. Auch das enorme Kuchenangebot ließ keine Wünsche offen. Es gab dazu sogar eine Allergenkennzeichnung für den stressfreien Genuss.