Verein muss die internationalen Wandertage aufgeben

Die 37. Auflage der von den Wanderfreunden Baar 1980 Tuningen in Öfingen ausgerichteten internationalen Wandertagen war zugleich die letzte.

Rückläufige Teilnehmerzahlen und gestiegene Fixkosten veranlassen den Verein, die Veranstaltung aufzugeben. Wanderwartin Herta Leinz gab im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten zu verstehen, dass der Verein mit der Anzahl von etwas über 600 teilnehmenden Personen zwar zufrieden sei. Doch von der Rentabilität her bleibe bei dieser Veranstaltung unter dem Strich kaum noch etwas stehen.

Beibehalten werde der Verein die Fortsetzung von zwölf geführten Wanderungen im Jahr, an denen sich nach den bisherigen Erfahrungswerten zwischen 30 und 40 Personen beteiligen.

Die Wanderfreunde folgten mit ihrem Entschluss zur Aufgabe der Wandertage einer ganzen Reihe von Vereinen in Baden-Württemberg, die in den vergangenen Jahren die Ausrichtung der als Volkswandertage bekannten Veranstaltungen einstellten. Hinzu kam, dass sich einige Vereine auflösten.

Bereits im vergangenen Jahr verwies der Vorsitzende der Wanderfreunde, Max Henle, darauf, dass die Wanderfreunde Baar Tuningen vor der Jahrtausendwende noch zwischen 1500 und 2000 Teilnehmer an den von ihm organisierten Wandertagen zählen konnte. Dass diese Zeiten vorbei seien, schrieb er dem allgemein nachlassenden Interesse an Wandertagen zu. Anders stelle sich die Situation bei den permanenten IVV-Wanderwegen in der Region dar, die gut frequentiert werden.

Während am Samstag die Anzahl der Wanderfreude mit etwas über 100 überschaubar war, erlebte der Veranstalter am Sonntag mit über 500 Startern einen Besucheransturm. Dementsprechend waren die Straßen im Umfeld der Öfinger Osterberghalle zugeparkt, von der aus sich die Wanderer auf den Weg machten. Zur Auswahl standen Rund­strecken von sechs, zehn, und 20 Kilometer, wobei letztere Strecke bei Temperaturen um die 25 Grad eine gute Kondition erforderte, da auch etliche Höhenmeter bewältigt werden mussten.

Die größte Wandergruppe kam per Bus aus dem ­französischen Herrlisheim mit 54 Teilnehmern auf die Ostbaar angereist. Dahinter folgten mit 30 die Wanderer aus Titisee-Neustadt, jeweils 20 kamen aus Göschweiler und Mengen.

Für den 70 Mitglieder zählenden Verein stellt die Organisation der Wandertage eine Herausforderung dar, die mit einem erheblichen personellen Aufwand verbunden ist. Über 30 Vereinsangehörige waren am Wochenende im Einsatz, wobei sich ihre Tätigkeitsfelder von der Registrierung der Wanderer, Ausgabe von Startkarten, Besetzung der Kontrollstellen, dem ­Küchendienst, Getränkeausgabe und weiterem mehr erstreckten.