350 Wanderer waren in Öflingen am Start

Wanderfreunde Rhein-Whera bedauern, dass die internationale Veranstaltung zum letzten Mal stattgefunden hat.

Die internationalen Wandertage der Wanderfreunde (WF) Rhein-Wehra wird es in dieser Weise in Zukunft nicht mehr geben. Mit einem Finale am Sonntag gingen diese zu Ende. Ernst Büttgen, der Vorsitzende der WF, stellte bei der Ehrung der stärksten Wandergruppen in der Schulsporthalle in Öflingen fest, dass er nicht mehr an eine Wiederbelebung der Traditionsveranstaltung glaube. Und sollten diese jemals wieder Auferstehung feiern, dann nur mit genügend eigenem Personal und vor allem jüngeren Mitgliedern.

Denn die Überalterung der Aktiven und vor allem deren Schwund waren das eigentliche Problem für das Aus dieses Wanderevents, das 38 Jahre Bestand hatte und einst von Büttgen ins Leben gerufen wurde. In den letzten Jahren konnten die Wandertage nur noch durch Teamwork gestemmt werden. Daran beteiligten sich hauptsächlich Wanderkollegen der Hotzenwälder Wanderfreunde Murg-Laufenburg sowie vom Schweizer Verein Aare-Stein. Die waren auch am Sonntag wieder im Einsatz. Der Vorsitzende aus Murg-Laufenburg Anton Huber zum Beispiel hielt mit Vereinskameradin Ingrid Willuhn die Kontrollstelle auf der Burg Werrach (Wehrer Schlössle) besetzt.

Die beiden nahmen von den Wanderern der Elf-Kilometer-Wegstrecke deren Wertungskarten in Augenschein und stempelten diese ab. Außerdem boten sie eine Stärkung an, und wenn verlangt, auch einen Obstler, denn es war ziemlich frisch oben auf der Burgruine, wo es auch fast pausenlos an diesem Tag regnete. Der Regen am Sonntag dürfte dem Veranstalter wohl auch einige Teilnehmer gekostet haben. Etliche Wanderer haben dennoch dem Wetter getrotzt, insgesamt 350. Darunter viele, die bisher selten bis gar nicht in Öflingen gefehlt haben.

Etwa jene zwei Wanderer aus Zürich und Thun. Für diese war bereits um 5 Uhr in der Früh am Sonntag die Nacht vorbei gewesen. Sie stiegen in ihre Autos, fuhren nach Öflingen, bezahlten in der Halle ihre Startgebühr und marschierten los – und freuten sich, neben der alten Wehrer Burgruine auch noch den Sagenpfad in den Wanderrucksack der Erinnerungen zu bekommen. Erstmals das Schlössle in die Wanderroute eingefügt zu sehen, das freute viele Wanderbegeisterte. Später bei der Ehrung bat Stadtrat und Bürgermeister-Vertreter Eugen Mulflur den WF-Vorsitzenden Büttgen den Versuch zu unternehmen die Veranstaltung zu retten.

Diese Vereine stellten die stärksten Wandergruppen beim internationalen Wandertag: Pulversheim/Elsass 35, Oberhof 31, WF Hotzenwald 23, Wallbach 22 und Weil 21.