Gengenbach-Reichenbach: Verein besorgt

Wanderfreunde befürchten mangels Mitgliedern die Auflösung

Die Wanderfreunde-Reichenbach befürchten bis ins Jahr 2021 die Auflösung des Vereins – ausgerechnet nach dem 50-jährigen Jubiläum.

Mit nur noch 46 Mitgliedern werde es langsam sehr eng, wurde auf der Hauptversammlung deutlich. Von den diesen Mitgliedern waren »nur« 20 gekommen. 

Albert Huber, Vorsitzender der Wanderfreunde Gengenbach-Reichenbach, konnte zur Hauptversammlung neben Ortsvorsteher Markus Späth auch den Ehrenvorsitzenden Gerhard Roth sowie drei Mitglieder des Patenvereins aus Göllsdorf begrüßen.

Doch Hubers Bericht war in Teilen ernüchternd. »Das Maifest und der Wandertag waren sehr schlecht besucht, aus diesem Grund wird es in diesem Jahr keines mehr geben«, sagte er. 

Der Mitgliederstand zum 1. Januar betrage nur noch 46, es werde langsam sehr eng. »Wenn sich hier nichts bewegt, wird der Verein voraussichtlich 2021 nach dem 50-jährigen Jubiläum aufgelöst werden müssen«, teilte Huber mit.

345 Teilnehmer nahmen 2017 das Angebot der monatlich geführten Wanderungen an, mehr als 650 durchwanderten die beiden Permanenten Wanderwege.

Bei der Mukoviszidose-Wanderung am 3. Oktober nahmen »leider nur 45 Wanderer teil«, trotzdem konnte der Verein der Stiftung einen Betrag über 1267,50 Euro überweisen«. Somit stehe der Verein trotzdem auf sicheren finanziellen Beinen, berichtete Schatzmeisterin Stephanie Hutmacher. Die Kasse hatten Gerhard Roth und Gabriela Diez geprüft.

Markus Späth überbrachte die Grüße des Gengenbacher Bürgermeisters Thorsten Erny sowie des Ortschaftsrats von Reichenbach.

»Gutes Aushängeschild«

Späth hob die Bedeutung der kostenlosen Werbung für die Gemeinde durch den Verein hervor, denn dieser sei nicht nur regional, sondern überregional und im Ausland ein gutes Aushängeschild.

Vorsitzender Huber hat nach der Vereinsmeisterschaft folgende Mitglieder geehrt: Vereinsmeister wurde er selbst, gefolgt von Lore Peter, Christiane und Alfred Bollender, Anna Schrempp, Waltraud Braun und Arno Villringer. 

Albert Huber, der auch Vizepräsident des Deutschen Volkssportverbandes ist, ehrte zudem Mitglieder:

Die Anerkennungsnadel wird an Mitglieder verliehen, für Vorstandsmitglieder gibt es Verdienstplaketten. Diese erhielten:

Huber gab zudem Termine bekannt: Am 17. Juni findet der 47. Wandertag, wieder ab der Kinzigtalhalle in Gengenbach, statt. Am 5. August gibt es einen zweiten, dieser führt vom Industriegebiet Lahr zur Landesgartenschau. Auch wird die Kinderolympiade nicht fehlen, obwohl bei der letzten nur 15 Kinder mitgemacht hätten.

Geplant werden neun geführte Tageswanderungen und zusätzlich ein Marathon über 42 Kilometer. Hier erwarten die Wanderfreunde rund 100 Teilnehmer.

Wie jedes Jahr wird am 3. Oktober die Aktion »Deutschland wandert – Deutschland hilft in Form einer geführten Tageswanderung« angeboten. Der komplette Erlös fließt wieder an die Mukoviszidose-Stiftung. Bereits für das Jahr 2019 wurde vorgeplant. Am 12. Mai wird eine Weinwanderung veranstaltet.