Gargellen ist mit 1428 m über dem Meeresspiegel der höchstgelegenste Ort im Montafon. Es liegt in einem Seitental, das man von St. Gallenkirch über eine Bergstraße erreicht. Von hier aus kann man zwei wesentliche Wanderrichtungen einschlagen: Südwestlich Gargellens liegt das Schafbergmassiv mit den Gargellener Köpfle, das den Kontaktbereich zu den Bergen des Rätikons darstellt. Vom Ortszentrum aus kann man sich mit dem Sessellift zum Schafberghüsli einen Höhenvorteil von 702 m verschaffen. Das typische Wintersportgebiet am Schafberg bietet im Wesentlichen einen sommerlichen Rundwanderweg zum Gandasee. Wer sich bergsteigerisch betätigen will, findet im Gebiet der Gargellener Köpfle darüber hinaus einige Pfade.

Der Schafberg ist ein recht gleichmäßiges Hochplateau, weitläufig und übersichtlich. Nur einzelne kleine Felshügel säumen den Weg bis zum Schotterfeld der Madrisa (2770 m). Auf der Hochebene kann man sehr schön die Vegetation an der hochalpinen Kampfzone studieren. Auf den flachen Felsköpfen der Ebene, die der Wind im Winter immer wieder freibläst hat sich die typische Windheide ausgebildet. Im Wesentlichen wächst hier die Gamsheide, die sich durch ihr dichtes Blättergeflecht und den Spalierwuchs ein eigenes Mikroklima als Überlebensstrategie schafft. Meist können nur einige sehr widerstandsfähige Flechtenarten und hin und wieder Alpenbärentrauben Fuß zwischen den Gamsheidespalieren fassen. Im Windschatten der Felshügel, die verstreut auf der Ebene liegen sind beeindruckend alte Exemplare des Stengellosen Leinkrautes  zu finden, die teilweise Durchmesser von 40 bis 50 cm erreichen. Die kargen Matten werden von der Dreispaltigen Binse und der Krummsegge gebildet und vor allem durch den Knöllchen-Knöterich besiedelt. Je näher man der Madrisa kommt, desto strukturreicher werden die Blockhalden. Wo sie der Vegetation Schutz bieten, kann sie weit üppiger gedeihen. Auffallend sind die Hochstaudenbestände im Windschutz großer Blöcke mit Blauem Eisenhut und Gepunktetem Enzian. Zur allgemein in den Blockhalden wachsenden Zwergstrauchheide  aus Rostblättriger Alpenrose  gesellt sich hier zunehmend die Schweizer Weide, an sickerfeuchten Stellen auch die Grünerle. Der Gandasee ist ein natürlicher Stausee inmitten der großen Blockschutthalden aus hartem Urgestein. Das Ufer des glasklaren Bergsees wird gesäumt von Platanenblättrigem Hahnenfuß und Trollblume.    
Vom Gandasee aus geht der Weg zurück zur Mittelstation der Schafbergbahn. Ebenso kann man jedoch auch den Abzweig zur Obwaldhütte nehmen und direkt nach Gargellen zurückwandern. Auf diesem Wege passiert man dichte Bergwaldbestände und schließlich ein Mosaik aus Almwiesen und Fichtenwäldern, bevor man den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.