Volkswandertagen in Ersingen: Über 1500 trotzten dem Wetter

Ansprechende Routen-Planung lockt auch Besucher aus Frankreich.

Eine drückende Schwüle am ersten Tag und kühl-regnerisches Wetter am anderen: Beides konnte die Teilnehmer nicht davon abhalten, in Scharen an den 26. Internationalen Volkswandertagen in Ersingen teilzunehmen. „Mehr als 1500 Wanderer sind unserer Einladung gefolgt“, freute sich Günter Leonhard, Vorsitzender der Wanderfreunde Kämpfelbachtal, die die Veranstaltung ausrichteten.

Gute Voraussetzungen

„Schon im Vorfeld hatten wir 100 Anmeldungen mehr als im zurückliegenden Jahr“, sagte Leonhard. Mittlerweile zum dritten Mal war die Turn- und Festhalle in Ersingen Ausgangs- und Zielpunkt der Wanderungen. „Wir haben hier optimale Bedingungen, um unsere Wandergäste zu bewirten, und zudem ist die Haltestelle der Bahn nur ein paar Minuten entfernt“, erläuterte Leonhard. Das nutzten beispielsweise die befreundeten Wanderer aus Beinheim im Elsass, die mit der Bahn zum Wandern ins Kämpfelbachtal gekommen waren. Die Internationalen Volkswandertage der Wanderfreunde Kämpfelbachtal sind im Lauf der letzten zweieinhalb Jahrzehnte zu einer festen Institution im Terminkalender vieler Wanderlustiger aus weiten Teilen Baden-Württembergs geworden. Von allen Seiten wird der Reiz der Landschaft geschätzt und vor allem auch die Streckenführung durch den Verein gelobt. „Wir geben uns viel Mühe, immer wieder abwechslungsreiche und schöne Routen zu erarbeiten“, sagte Ursula Hutmacher, Vorstandsmitglied der Wanderfreunde Kämpfelbachtal. Ein „Wandergespann“ stach besonders ins Auge: Andreas Klittich aus Ersingen bewältigte mit seinem Esel, den er zuvor für das Wandern trainiert hatte, die Zehnkilometerstrecke. Mit 80 Teilnehmern bildete der Wanderverein aus Schömberg die stärkste Gruppe, gefolgt von den Wanderern aus Boxbachtal und Gochsheim. Sie wurden mit Sachpreisen prämiert. Martin Schott