720 Wanderfreunde erkunden Wollbach

Bei ungewöhnlich hohen Temperaturen wollen die Winterwanderer vom Glühwein nichts wissen.

KANDERN-WOLLBACH.  Erfreulicherweise stieß der 21. internationale Winterwandertag wieder auf große Resonanz. Die benachbarten Wandervereine zeigten ihre Verbundenheit mit den Wollbachern, und 720 Wanderfreunde, darunter Einzelmarschierer, Familien mit und ohne Hund, schnürten bei idealen Wetterbedingungen ihre Wanderschuhe.

Sehr erfreut zeigte sich auch Horst Würslin, Vorsitzender der Wollbacher Wanderfreunde: "Nach dem Regentag im vergangenen Jahr haben wir einen Traumtag erwischt, wir sind mit dem Ablauf der Veranstaltung sehr zufrieden". Das Organisationsteam und die rund 30 Helfer hatten alle Hände voll zu tun. Die Wollbacher Spezialität, Beinschinken mit Kartoffelsalat, war denn auch viel zu früh ausverkauft. Ebenso waren die 40 Liter Bouillon, die an der ersten Kontrollstelle kostenlos ausgegeben wurden, rasch verbraucht, nur auf dem Glühwein, der im vergangenen Jahr reißenden Absatz fand, blieben die Veranstalter diesmal sitzen.

Start- und Zielort war wieder die Kandertalhalle. Von dieser führte die sechs und die elf Kilometer Route nach Egerten. Kurz hinter dem ersten Kontrollpunkt in der Heubergstraße ging der gemeinsame Wanderweg auseinander: Während die Kurzstreckenwanderer wieder durch Wälder und Flure zum Ausgangspunkt zurückkehrten, mussten die Langstreckler eine Zusatzschleife zur zweiten Kontrollstelle bei Kilometer sieben nehmen. Die Gäste zollten den Ausrichtern für die Streckenführung großes Lob. Bereitschaftsleiter Martin Kohlmann vom DRK Wollbach sprach von einem sehr angenehmen Einsatz für seine vier Kräfte.


Gegen 14 Uhr nahm Horst Würslin die Auszeichnungen der teilnehmerstärksten Wandergruppen vor. Mit 79 Teilnehmern stellten die Weiler Wanderfreunde die stärkste Gruppe, gefolgt von den Gruppen aus Buggingen mit 44, Wallbach 28, Freiburg-Kappel 26 und dem Gesangverein "Liederkranz" Eimeldingen mit 24 Männern, Frauen und Kindern. Auch aus der Schweiz und dem Elsass waren wieder zahlreiche Wanderer nach Wollbach gekommen. So waren die benachbarten französischen Wanderclubs Illzach mit 29 und Helfrantzkirch mit 24 Teilnehmern gut vertreten.

Den weitesten Anreiseweg hatte Wanderkamerad Klaus Peter Moron aus Berlin-Spandau. Seit seiner ersten Teilnahme im Jahr 2001 wanderte er bereits zum siebten Mal bei den Wollbacher Winterwandertagen mit. Und damit sich die lange Reise auch lohnte, marschierte er schon am Samstag auf dem permanenten Wanderweg in Weil am Rhein.