In einem Rutsch überwindet der Westweg die mehr als 550 Höhenmeter zwischen Hausach und dem Farrenkopf (789 m). Dabei kommt man auch an der Burgruine Husen vorbei. Markant thronen Bergfried, Teile der Palasmauer und der Batterieturm der einstigen Zähringerburg über der Stadt. Erbaut zum Schutz der umliegenden Silbergruben wurde sie im Dreißigjährigen Krieg von Weimarer Truppen zerstört. Der Westweg verläuft weiter konsequent auf dem mitunter überraschend schmalen Bergrücken in stetem Auf und Ab in Höhenlagen um 700 Meter nach Süden. So kommen im Laufe der Strecke etliche Höhenmeter zusammen, die sich bis zum Abend auf über 1.100 summieren. Eine stolze Tagesleistung! Unterwegs zeugen Schanzenanlagen am Büchereck und der Prechtaler Schanze von den unruhigen Zeiten des spanischen Erbfolgekriegs zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Vom schiffsbugartigen, mit Eschen, Birken und Vogelbeeren bewachsenen Huberfelsen bietet sich bereits eine schöne Aussicht ins Tal der Elz.

Schaustück der Etappe ist aber der auf den letzten Metern mit Geländern gesicherte Felsensteig auf den Karlstein (964 m). Vom 25 Meter hohen Granitblock bietet sich ein prächtiger Rundumblick über weite Nadelwälder auf fast den gesamten Mittleren Schwarzwald. Unterhalb wird das bisher Geleistete mit einer deftigen Vesper im Gasthaus Bäracker belohnt. Das Ziel ist nahe. Am Gasthaus Rensberg gibt es eine weitere Möglichkeit zur Einkehr, bevor die Etappe an der Wilhelmshöhe über dem traditionsreichen Wintersportort Schonach erreicht ist.