Der neue Westwegabschnitt zwischen Hinterzarten und Feldberg-Grüble verläuft zu Beginn auf dem Emil-Thoma-Weg oberhalb des Zartenbachs taleinwärts. Wegweiser zeigen einen kurzen Abstecher zum hübschen Mathislesweiher an, einem einstigen Flößerteich. Langsam ansteigend wird die stille Lichtung „Am Feldberg“ erreicht, wo einzelne Waldbauernhöfe stehen. Hier ändert sich die Laufrichtung. Der Weg zweigt nach Süden ab, passiert auf dem Rufensteg den Sagenbach und kommt zum Rufenholzplatz. Jetzt beginnt der Weg deutlicher zu steigen. Aus dem Forstweg wird allmählich ein herrlicher Steig durch urwaldartigen Fichtenwald. Der Emil-Thoma-Weg kreuzt den neu angelegten Premiumweg „Feldbergsteig“ und berührt kurze Zeit später die ungeheuren Karwände des Feldsees. Atemberaubende Tiefblicke auf den See und einen Hauch von alpinem Feeling bietet ein kleiner Umweg über den Felsensteig auf den Seebuck (1.448 m), der unterwegs vom Westweg abzweigt. Schön ist aber auch der folgende Aufstieg durch das Grüble in den weiten Sattel zwischen Seebuck zur Linken und Feldberg-Gipfel zur Rechten. Gute zwanzig Minuten später ist „das Höchste“ im Schwarzwald erreicht.

An der Aussichtsplattform am 1.495 Meter hohen Feldberg, vis-à-vis der Wetterwarte Feldberg des Deutschen Wetterdienstes, steht man am höchsten Punkt Deutschlands außerhalb der Alpen und dementsprechend fulminant ist bei gutem Wetter auch der 360 Grad Panoramablick. Im Norden und Osten verlieren sich die Schwarzwaldhöhen am Horizont und im Westen schweben die Vogesen scheinbar über der Rheinebene. Schaustück ist aber das breit gelagerte Alpenpanorama im Süden, das den Wanderer auch auf dem Weiterweg über die St. Wilhelmer-Hütte bis zum Stübenwasen (1.386 m) begleitet. Wem die Etappe zu lang wird, der kann, sofern er sein Gepäck selbst trägt, am Berghaus Stübenwasen oder am Hotel Notschrei aussteigen, beide liegen am Weg zum Wiedener Eck.