Zu Beginn nimmt sich die vorausliegende Etappe recht zahm aus. Vom Wiedener Eck führen mal Pfade, dann wieder Forststraßen durch den Nordhang des Dietschel, bis unter dem Heidstein der Wegverlauf nach Süden abknickt. Weiterhin ziemlich auf einer Höhe bleibend werden die enorm steilen Berghänge am Heidstein hinüber zur Krinne gequert. Mit dem Belchen baut sich nun der Kronprinz der Schwarzwaldberge vor einem auf. Ein steiler und steiniger Steig zieht durch den Rübgartenwald bergauf. Immer enger ziehen sich die Serpentinen im beständig steiler werdenden Gelände, bis die breite Gipfelkuppe (1.414 m) erreicht ist. Knapp darunter lockt das altehrwürdige Belchenhaus, das seit 1898 das höchstgelegene Gasthaus Baden-Württembergs ist. Was für eine Schau! Vom Gipfelkreuz reicht der Blick auf fast alle wichtigen Gipfel des Schwarzwalds, über die im Dunst liegende Rheinebene zu den Hochvogesen und bis zu den schimmernden Eisriesen der Alpen. Einfach grandios! Wäre da nicht noch die lange Strecke bis Kandern, man könnte ewig verweilen.

Durch eine einzigartige subalpine Landschaft mit artenreicher Flora und Fauna geht es abwärts zum Rand der „Südwand" des Belchen, die sich runde 700 Meter über dem wie hingeduckten Dörfchen Neuenweg aufbaut. Nächstes Ziel ist der Hohe Kelch-Sattel. Ein paar Geländer helfen über gar zu exponierte Stellen, bis der Weg unter dem Heideck entlang zum Heubronner Eck und zum Haldenhof ausläuft. Wieder wird es steil, wenn sich der schmale Weg um den Weiherfelsen schlängelt, um dann wieder angenehm flach zum Parkplatz Kreuzweg zu queren. Es folgt ein erholsames Stück auf einsamen und stillen Waldwegen bis zum Müllheimer Egerten, wo der Endspurt über den Blauen (1.165 m) beginnt. Noch einmal müssen 200 Meter Höhenunterschied überwunden werden, bis auch der letzte hohe Schwarzwaldberg bezwungen ist. Ab jetzt geht es nur noch bergab! Die Strecke über den mystischen Hexenplatz und die Burgruine Sausenburg ist so kurzweilig, dass Kandern schneller erreicht ist als gedacht.