Schon am Ortsrand von Dobel taucht der Westweg wieder in die tiefen Nadelwälder ein. Sanft ansteigend geht es dem Stierkopf entgegen, der mit überraschend steilen Flanken ins Tal der Alb abfällt. Oberhalb der Steilflanke verläuft der Westweg immer knapp unterhalb der Kammlinie erst zum Weithäuslesplatz, dann unter dem Schweizerkopf hindurch zur Hahnenfalzhütte und kurz darauf nach einer hochmoorigen Ebene zur Langmartskopfhütte. Hier trifft die Extratour wieder auf die Hauptroute. Dank des Wintersturms Lothar bieten sich auf den nächsten Kilometern mehrfach prächtige Aussichten ins Murgtal, bevor der Westweg wieder in die schwedisch anmutenden Wälder eintaucht. Bei der Kreuzlehütte wird die Alte Weinstraße überquert und Kaltenbronn als Ziel angewandert. Ein Abstecher führt zum einmaligen Biotop am Wildsee, dessen wild wuchernde stille Hochmoorlandschaft den skandinavischen Eindruck noch verstärkt. Das Jagdhaus Kaltenbronn war zu Anfang des 20. Jahrhunderts das bevorzugte Erholungsziel des badischen Großherzogs Friedrich. Der Kaltenbronn ist auch beliebtes Ziel für Skifahrer und Langläufer.

Am munter über große Granitbrocken springenden Kaltenbach geht es zum Hohloh-See und zum Kaiser-Wilhelm-Turm (Hohloh-Turm) auf dem 988 Meter hohen Hohloh, dem höchsten Punkt des weitläufigen Hochplateaus zwischen den Tälern von Murg und Enz. Mit einem letzten Schritt auf die Kanzel des Latschigfelsens offenbart sich der volle Höhenunterschied hinab nach Forbach. Wie ein Wildbach hat sich die Murg einen stellenweise fast 800 Meter tiefen felsigen Canyon in den nördlichen Schwarzwald gegraben, der den Abstieg bis zur historischen Holzbrücke in Forbach zu einem der Höhepunkte des gesamten Westwegs macht. Einwanderer aus Tirol brachten die Bauweise der charakteristischen hölzernen Heuhütten am Weg mit, in denen das gemähte Gras gelagert werden konnte, bevor es im Winter mit Schlitten ins Tal gebracht wurde.