Wanderstiefel werden diesmal nass

Schramberg-Sulgen. Die Sulgener Festhalle stand während des vergangenen Wochenende im Mittelpunkt der 36. Internationalen Wandertage des RWV "Solidarität" Sulgen. Die Anfahrtswege waren weiträumig beschildert, wie auch die beiden Streckenlängen von fünf und zehn Kilometern, und die Crew der Sulgener "Solidarität" schien alles im Griff zu haben.

Wäre da nicht der missmutige Blick zum Himmel gewesen. Bereits beim Start am Samstag hatte ein Schnürlregen eingesetzt, der sich bis Sonntag fortsetzte. Trotzdem gingen insgesamt rund 1100 Volksmarschierer an den Start, was die Mienen der Veranstalter aufhellte. Mit dieser Teilnehmerzahl konnte die Sulgener "Solidarität" an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen. Der Vorsitzende Bernhard Schneider sprach angesichts des Schmuddelwetters sogar von einer sehr guten Teilnehmerzahl und war vom reibungslosen Ablauf begeistert.

Gerhard Reuter von der "Solidarität" berichtete von einem begeisterten Feedback. Dieses Jahr seien auffallend viele Teilnehmer statt mit dem eigenen PKW mit dem Bus oder mit der Bahn angereist, stellte Reuter fest. Von den insgesamt 70 vertretenen Vereinen aus dem In- und Ausland reisten die Abordnungen aus Friedrichshafen-Fischbach, Wallbach-Bad Säckingen, Buggingen, Oberrotweil, Murg und Ketsch mit einem Bus an. Reuter erwähnte, dass bei einer Anreise mit dem Bus in der Regel ein Gegenbesuch der Sulgener "Solidarität" ebenfalls mit dem Bus erwartet werde. So werde bereits am 2. Dezember um 7.30 Uhr eine Busfahrt zum Wandertag der "Kurpfalz-Wanderer" Ketsch gestartet. Getreu dem Wanderer-Slogan "es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" ließen sich die rund 1100 Teilnehmer nicht entmutigen, sich auf eine der beiden ausgeschilderten Wanderstrecken zu begeben und dem Wetter zu trotzen.

Eine stattliche Zahl bewältigte die Strecke sogar ein zweites Mal, um die Wertungshefte des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) entsprechend aktualisieren zu können. Gewertet werden hierbei die Kilometer, oder lediglich die Teilnahmen. Gegen Vorlage der Startkarte wurde kostenloser, heißer Tee ausgegeben.

Der 33-jährige Sven Rombach aus Villingen und seine Partnerin, die als Neueinsteiger die lange Strecke in einer Stunde und 40 Minuten bewältigten, meinten beispielsweise am Schluss total begeistert: "So was macht Spaß und man bleibt körperlich fit." Bei der Siegerehrung begrüßte Reuter unter anderen den Landesvorsitzenden von Baden-Württemberg und Vize-Präsidenten des Deutschen Volkssportverbandes (DVV) Albert Huber, Appenweier, den stellvertretenden Landesvorsitzenden Gerald Ebner, Wehr, Schatzmeister Frank Wörn, Kirchentellinsfurt, und die Terminkoordinatorin Sandra Stauber, Bempflingen. Friedrichshafen-Fischbach stellte mit 47 Teilnehmern die meisten Wanderer, gefolgt von Wallbach-Bad Säckingen (46), "Linde" Buggingen (41), Oberrotweil (40), "Wanderlust" Bühlingen (39), "Blumental" Marschalkenzimmern (38), "Hotzenwälder" Laufenburg-Murg (37), "Baar" Tuningen (36), "Kurpfalz-Wanderer" Ketsch (35) und Berghaupten (34). Bei den einheimischen Gruppen löste die Sulgener Narrenzunft die sieggewohnte Gehörlosengruppe Heiligenbronn ab, die sich noch vor der Lienberg-Gemeinschaft, dem RV "Edelweiß" Sulgen und den Miniatur- und Pitpadfreunden Hardt behaupten konnte.