Wegbeschreibung

10.    Etappe (West): Hinterzarten - Wiedener Eck

Die Königsetappe des Westwegs ist zweifellos die Überschreitung des Feldbergs von Ost nach West. Oben am Gipfel, dem höchsten Punkt deutscher Mittelgebirge, macht sich nicht nur bei Westwegwanderern ein erhebendes Gipfelsturmgefühl breit. Manch einer würde wohl gerne länger verweilen, wäre da nicht noch der lange Weg zum Wiedener Eck.

Der neue Westwegabschnitt zwischen Hinterzarten und Feldberg-Grüble verläuft zu Beginn auf dem Emil-Thoma-Weg oberhalb des Zartenbachs taleinwärts. Langsam ansteigend wird die stille Lichtung "Am Feldberg" erreicht, wo einzelne Waldbauernhöfe stehen. Hier ändert sich die Laufrichtung des Westwegs, er zweigt nach Süden ab.

Jetzt beginnt der Weg deutlicher zu steigen. Aus dem Forstweg wird allmählich ein herrlicher Steig durch urwaldartigen Fichtenwald. Atemberaubende Tiefblicke auf den See und einen Hauch von alpinem Gefühl bietet ein kleiner Umweg über den Felsensteig auf den Seebuck (1448 m). Gut 20 Minuten später ist "das Höchste" im Schwarzwald erreicht. An der Aussichtsplattform am 1495 Meter hohen Feldberg, vis-à-vis der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, steht man am höchsten Punkt Deutschlands außerhalb der Alpen und dementsprechend fulminant ist bei gutem Wetter auch der 360-Grad-Panoramablick.

Schaustück ist das breit gelagerte Alpenpanorama im Süden, das den Wanderer auch auf dem Westweg über die St. Wilhelmer-Hütte bis zum Stübenwasen (1386 m) begleitet. Ohne große Höhenunterschiede wird der Trubelsmattkopf umrundet, bevor einige letzte Kilometer über freie Wiesenhänge zum Wiedener Eck führen.