Wegbeschreibung

11.    Etappe (West): Wiedener Eck – Kandern

Der Belchen gilt nicht nur unter Schwarzwaldkennern als der wichtigste und alpinste Gipfel im Hochschwarzwald. Kein anderer Berg überragt mit solch gewaltigen Wald- und Schrofenflanken die umliegenden Täler. Rucksackwanderer können diesen längsten und anstrengendsten Westwegabschnitt mit einer Variante über Neuenweg in zwei Tagesetappen teilen.

Zu Beginn sieht die vor uns liegende Etappe recht zahm aus. Vom Wiedener Eck führen mal Pfade, dann wieder Forststraßen durch den Nordhang des Dietschel, bis unter dem Heidstein der Wegverlauf nach Süden abknickt. Weiterhin, ziemlich auf einer Höhe bleibend, werden die enorm steilen Berghänge am Heidstein hinüber zur Krinne gequert.

Mit dem Belchen baut sich nun der Kronprinz der Schwarzwaldberge vor einem auf. Ein steiler und steiniger Steig zieht sich durch den Rübgartenwald bergauf. Immer enger ziehen sich die Serpentinen im beständig steiler werdenden Gelände, bis die breite Gipfelkuppe (1414 m) erreicht ist. Vom Gipfelkreuz reicht der Blick auf fast alle wichtigen Gipfel des Schwarzwalds.

Durch eine einzigartige subalpine Landschaft mit artenreicher Flora und Fauna geht es abwärts zum Rand der "Südwand" des Belchen, die sich rund 700 m über dem wie hingeduckten Dörfchen Neuenweg aufbaut.

Nach den Weiherfelsen folgt dann ein erholsames Stück auf einsamen und stillen Waldwegen bis zum Müllheimer Egerten, wo der Endspurt über den Blauen (1165 m) beginnt. Noch einmal müssen 200 Höhenmeter überwunden werden, bis auch der letzte hohe Schwarzwaldberg bezwungen ist. Ab jetzt geht es nur noch bergab, bis wir in Kandern eintrudeln.