Laufend Kilometer sammeln

"Bei diesem Lauf gab es keine Verlierer." Walter Bähr hat das in einem Abschlussgespräch mit der Badischen Zeitung am Sonntagabend gesagt. Wetterbedingt waren in diesem Jahr knapp 100 Teilnehmer weniger am Start. 309 Sportlerinnen und Sportler hatten 12 807 individuell zurückgelegte Kilometer in die Zielliste eingetragen.

Die Spendensumme liegt mit knapp 8000 Euro um 500 Euro höher als im Vorjahr. Sie kommt dem Palliativteam Pallimed Ortenau zugute. Der viertägige Marathon sollte in erster Linie Spaß machen und das hat er auch, so viele Teilnehmerstimmen. Charlotte Schubnell war mit 46 zurückgelegten Kilometern in drei Tagen glücklich über den Umstand, dass sie diese überwiegend trocken zurücklegen konnte. Friesenheims stellvertretende Bürgermeisterin war mit Freundin nebst drei Vierbeinern in und um Friesenheim herum unterwegs, erzählt sie der BZ. Ob laufend, walkend, wandernd oder mit Rad, Rollstuhl oder Rollerskates, ob spaßeshalber oder leistungsorientiert konnte jede und jeder mitmachen.

Der aufgeweichte Boden im Wald war beschwerlich

Nass geworden ist am Sonntag allerdings Constantin Bähr, mit seinen Eltern Bernadette und Walter Bähr Initiator des Wettbewerbs. Mit einer Strecke von 100 Kilometern an einem Tag hatte sich der 32-Jährige ein großes Ziel gesteckt. Bei den vorherrschenden Wetterbedingungen am Sonntag war das auch für einen trainierten, erfolgreichen Marathonläufer (Berlin, Hamburg, London, New York) kein leichtes Unterfangen. "Das Schlimmste war der aufgeweichte Boden in den Wäldern. Ein zur Unterstützung begleitender Mountainbiker (ohne Motor) musste sein Rad streckenweise auf den Schultern tragen. Bähr legte auf seiner Strecke auch viele Höhenmeter zurück. Ging es von Friesenheim aus zunächst nach Nieder- und Oberschopfheim, dann durch die Wälder auf die Burg Geroldseck und über Wittelbach, Seelbach zurück nach Lahr, um dann am frühen Abend noch die letzten Runden seines Ultralaufs durch Friesenheim zu drehen, bis die 100 Kilometer erreicht waren.

Auch im kommenden Jahr soll es den Marathon wieder geben. Die Art der individuellen Durchführung und der frei gesteckten Ziele sei eine großartige Sache, so Walter Bährs Fazit.