Busausfahrten rechnen sich kaum noch

"Wir werden alle älter und weniger", sagt Vorsitzender Huber von den Hotzenwälder Wanderfreunden.

Die Hotzenwälder Wanderfreunde Laufenburg/Murg haben in ihrer sehr gut besuchten Hauptversammlung in Wehr-Öflingen Bilanz der Jahresaktivitäten gezogen. Die gemeinsamen Busausfahrten zu Wanderzielen werden eher spärlicher angenommen. Auch beim Landesverband gehe das Engagement vor Ort zurück, musste der Vorsitzende Anton Huber einräumen.

Ins Elsass, nach Rheinland-Pfalz, ins Markgräflerland und nicht zuletzt ins aargauische Bergland hat es die Wanderfreunde heuer gezogen. An den Hotzenwaldaufstiegen sind die aktiven Wanderer eh immer unterwegs. Das wird wiederum verstärkt mit befreundeten Vereinen gemacht. "Schlicht, wir werden älter und weniger", befand Huber. Klar zu Buche schlagen auch die stark gestiegenen Busmietkosten. Da sei nun der Punkt erreicht, an dem die berühmte Reißleine gezogen werden müsse. "Wenn zu wenig Anmeldungen für Ausfahrten da sind, muss jetzt mit einer Absage reagiert werden", so der Vorsitzende.

Derweil funktionieren weiterhin die gewachsenen Verbindungen zu den Wanderfreunden in der Region. Die gebe es auf dem Papier zwar zum Teil nicht mehr, da die Vereinsstruktur beendet wurde, aber die verbliebenen passionierten Wanderer frönten weiterhin ihrem Hobby. Gerade mit den Öflinger Wanderfreunden um Ernst Büttgen werde verstärkt zusammengearbeitet. "Man kennt sich untereinander", was bei den internationalen Wandertagen häufig zu Tage trete, bestätigten einige Vereinsaktive. Am selbstausgerichteten internationalen Wandertag unter dem Dach des Internationalen Volkssportverbandes (IVV) Ende April kamen rund 700 Wanderfreunde nach Murg und Laufenburg. Die Ausschilderungen und die gesamte Organisation seien routiniert eingeübt. Auch im kommenden Jahr wird wieder ein IVV-Wandertag angeboten. In Vorbereitung ist ebenso eine dreitägige Ausfahrt mit Stationen in Straßburg und Durbach mit dem Schloss Staufenburg. Hubers Motto dafür: "Zusammenrücken und die Freundschaft pflegen."

Die turnusgemäßen Neuwahlen brachten in der Vorstandschaft keine Veränderungen. Ein neuer Wanderwart hingegen ist vereinsintern gefunden worden. Wolfgang Mertz übernimmt, nun auch von den Mitgliedern gewählt, die Aufgabe. Bei 55 Mitgliedern im Verein standen zahlreiche Ehrungen an. Angelika Mutter-Johan, Aurica und Gerald Niclas sind seit 25 Jahren bei den Wanderfreunden aktiv, Thomas Buchwald, Georg Krause, Ingrid und Stefan Willuhn seit 15 Jahren.