Höhenweg Elzach-Yach mit Abstecher Siebenfelsen am 6.3.2021

Sportliche Wandertour mit über 25 Kilometer Länge, und 1180 Höhenmetern.

Eine schöne Wanderung, mit vielen Aussichten und mit etlichen Höhenmetern. Der Wanderweg ist entgegen den Wanderportalen im Internet „sehr gut“ ausgeschildert! Alpine und feste Pfade wechseln sich ständig ab, wunderschöne Aussichten, und dann immer dem gut markierten Wanderweg entlang. Wanderwegbeschreibung von der Webseite „Zweitälersteig“

 

Die erste Änderung gegenüber früher befindet sich gleich beim Start am Bahnhof. Hier verlief der Höhenweg bisher einige Meter auf der Alten Yacher Straße, eh er hoch zum Wald abbog. Diese Variante führt heute durch ein Wohngebiet. Zum Wandern ist dies freilich weniger attraktiv. Deswegen folgen wir ab der S-Bahn zunächst der blauen Raute vom Ortenauquerweg direkt hinauf in den nahen Wald. Wo der Querweg auf eine Forststraße trifft, biegen wir rechts ab. Damit kommen wir bald zum Aussichtspunkt Yach.

Das nächste wichtige Zwischenziel ist das Reichenbacher Eckle. Um dorthin zu kommen, haben wir zwei Möglichkeiten: entweder wandern wir weiter auf dem Ortenauquerweg bis zum »Fischerdobelweg« und biegen dort links zum Reichenbacher Eckle ab. Oder wir folgen ab dem Aussichtspunkt der gelben Raute über den Wegweiser An der Bust zum Reichenbacher Eckle. Bei der ersten Variante eröffnet sich eine schöne Sicht auf Yach, bei der zweiten über das Reichenbachtal zum Gschasikopf, einem weiteren beliebten Wanderziel im Zweitälerland.

Bei beiden Varianten will am Reichenbacher Eckle gleich die zweite Entscheidung getroffen werden. Hier stehen der alte Yacher Höhenweg – nach Südost – und erneut die gelbe Raute – nach Nordwest – zur Wahl. Beide Wege führen ansteigend durch den Wald bis zum Satteleck.

Von dort geht es in jedem Fall über den steil ansteigenden Waldpfad hinauf zum Hohen Stein (909 m). Rund 80 Meter unterhalb vom unzugänglichen Gipfel gibt eine Felsengruppe die Sicht über das Yacher Tal und den Kaiserstuhl bis zu den Vogesen frei.

Bei der Felsengruppe nahe dem Hohen Stein informiert eine Tafel über die Steinhauerei in Yach. Zeitweise war die Steinhauerei nach der Landwirtschaft der zweitwichtigste Erwerbszweig in Yach. Aus dem Yacher Granit wurden Tür- und Fenstergewänder, Treppenstufen, Futter- und Brunnentröge, Grenz- und Randsteine sowie Bildstöcke hergestellt. Selbstversorger finden bei den groben Felsklötzen den idealen Platz für eine erste Rast. Danach geht es noch ein paar Schritte weiter, bis der Pfad in einen breiteren Weg einmündet. Hier halten wir uns rechts, sodass wir den Hohen Stein auf seiner Südseite passieren.

 

Nachdem wir auch den Biggertkopf (1016 m) und einen weiteren Aussichtspunkt passiert haben, treffen wir beim Zimmereck auf den Zweitälersteig. Hier biegen wir rechts ab. Auf der Anhöhe folgen in kurzen Abständen der Hohkopf (1054 m), Geißberg (1047 m), Watzeck (1058 m) und Geistfelsen (1034 m). Bei »Ober den Siebenfelsen« lohnt sich ein Abstecher hinunter zum knapp 900 Meter entfernten Naturdenkmal Siebenfelsen. Der Name ist Programm. Denn es sind sieben Granitblöcke aufeinander getürmt.

Anschließend folgen wir dem Zweitälersteig über »Am Schlagbaum« (hier verläuft die Grenze zwischen den Kreisen Emmendingen und Schwarzwald-Baar) und den Schänzlehof hinauf zum Gasthaus Zur Schwedenschanze auf dem Rohrhardsberg. Der Name des 1932 erbauten Gasthaus erinnert an die Schanzenanlagen, die im späten 17. und 18. Jahrhundert wegen der Kriege zwischen Frankreich und dem Habsburgerreich angelegt wurden. Das letzte Mal besaßen die Schanzen am Rohrhardsberg im spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) eine strategische Bedeutung.

Auch heute noch von hoher Bedeutung ist hingegen das Gasthaus. Denn nachdem wir bereits einen Großteil der Wanderung absolviert haben, eignet es sich bestens für eine längere Einkehr. Dabei sollte man auch bei sonnigem Wetter zumindest einen Blick in die urig eingerichtete Gaststube werfen. Gut gestärkt, sind es dann noch anderthalb Kilometer auf dem Zweitälersteig über »Heiliggeist« bis zur Yacher Höhe. Dies ist zugleich der höchste Abschnitt auf dem Yacher Höhenweg.

Von der Yacher Höhe folgen wir dem Zweitälersteig über Breitbühl bzw. auf aussichtsreichen, mit Gras bewachsenen Wegen aufs Braunhörnle (1034 m), dem nächsten mit mehreren Bänken ausstaffierten Aussichtspunkt. Über den Hörnlepfad geht es anschließend durch den Wald zur Dorerbühl-Hütte, eine weitere Raststelle. Nach der Schutzhütte steigt der Zweitälersteig zum Tafelbühl nochmals an. Hier öffnet sich die Sicht überraschend nach Süden Richtung Simonswald. Genutzt wird die Freifläche am Tafelbühl durch den Gleitschirmclub Lenticularis und den Elztalfliegern. Einen zweiten, nach Westen ausgerichtete Startplatz erreichen wir 200 Meter weiter.

Beim zweiten Startplatz können wir wieder wählen: entweder folgen wir dem Zweitälersteig bis zum nächsten Wegweiser und biegen dann nach Elzach ab. Oder wir kürzen an der rechten Seite der Lichtung über einen steil abfallenden Weg ab. Beide Varianten führen zum »Schönecklebühl«. Ab dort können wir dann einfach der blauen Raute hinunter nach Elzach und zurück zum Ausgangspunkt am Bahnhof folgen, wo eine anstrengende, durch ihre vielen Aussichten aber sehr lohnenswerte Tour endet.